In den 80er Jahren gab es im Landkreis Freudenstadt die ersten Planungen zu einem Gefahrgutkonzept. Konkretisiert wurden diese Planungen im Jahr 1985 als vom Landkreis ein Gerätewagen Säure bei der Firma Ziegler in Auftrag gegeben wurde. Stationiert werden soll er bei der Freiwilligen Feuerwehr Loßburg. Im selben Jahr entsendete die Gemeinde Loßburg die ersten sechs Kameraden auf den Umweltschutzlehrgang an die Landesfeuerwehrschule Bruchsal. Somit war der Grundstein für den ersten von den heute zwei existierenden Gefahrgutzügen im Landkreis gelegt.

Im März 1986 erfolgte dann die Indienststellung des Gerätewagen Säure. Im Laufe der Jahre wurde das Konzept ständig ausgebaut und verbessert. Die Ausrüstung des Gw wurde auf die neuen Normen angepasst und somit entspricht die Beladung heute, dem eines Gerätewagen Gefahrgut 2 (GW-G 2). Heute ist der Gefahrgutzug Loßburg neben dem Gefahrgutzug Horb, der Dekon-Einheit und dem Strahlenschutzzug der Feuerwehr Freudenstadt ein fester Bestandteil im Gefahgutkonzept des Landkreises.

Alarmiert wird der Gefahrgutzug, wie alle BOS-Kräfte im Kreis, über die Integrierte Leitstelle in Freudenstadt per digitalen Meldeempfängern.
Das Personal setzt sich aus Kameradinnen und Kameraden aller sieben Einsatzabteilungen der Feuerwehr Loßburg zusammen. Sie besetzen im Einsatzfall die Fahrzeuge Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) - Florian Lossburg 1/11, Löschgruppenfahrzeug (LF16) - Florian Lossburg 1/44-2Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) - Florian Lossburg 1/54 1/54Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) - Florian Lossburg 2/42 und Mannschaftstransportwagen (MTW) - Florian Lossburg 1/19.
Das primäre Einsatzgebiet besteht aus dem westlichen Landkreis Freudenstadt mit den Städten und Gemeinden Alpirsbach, Bad Rippoldsau – Schapbach, Baiersbronn, Dornstetten, Freudenstadt und Glatten. Sekundär kann der Gefahrgutzug zur Unterstützung der Kameraden aus Horb auch in deren Gebiet zum Einsatz kommen.

Neben regelmäßigen Übungen auf Gemeindeebene, finden Übungen mit anderen Feuerwehren im Gefahrgutbereich statt. Einmal pro Jahr gibt es eine Gemeinschaftsübung mit beiden Gefahrgutzügen und der Dekon-Einheit, die abwechselnd von den beteiligten Wehren organisiert wird. Hierdurch wird die Zusammenarbeit ständig verbessert und Vorgehensweißen abgeglichen.

Bilder von Einsätzen und Übungen gibt’s im Menü unter dem Punkt Bilder.

Zu den Hauptaufgaben des Gefahrgutzuges gehören Einsätze im Zusammenhang mit Gefährlichen Gütern und Stoffen im Straßen- und Schienenverkehr sowie in Industrie, Gewerbe oder Privathaushalten, welche von den normalen Feuerwehren aufgrund der Fehlenden Sonderausrüstung nicht oder nur teilweise abgearbeitet werden können. Diese können unter anderem sein:

  • Das Eindämmen, Aufnehmen, Auffangen von Gefahrgütern
  • Stoffbestimmung und Konzentrationsfeststellung
  • Einleiten weitere Maßnahmen und Hinzuziehung weiterer Fachkräfte oder Fachfirmen

Die spezielle Ausrüstung wird im Bereich Technik vorgestellt.