Die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Loßburg blickte kürzlich bei ihrer Abteilungsversammlung auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück.

Abteilungskommandant Marco Fischer eröffnete die Versammlung und hieß alle Anwesenden herzlich Willkommen. Danach folgte sein Bericht über die verschiedensten Ereignisse des vergangenen Jahres:

Insgesamt wurde die Abteilung Loßburg zu 39 Einsätzen gerufen. Diese untergliederten sich in 14 Brandeinsätze, 14 Hilfeleistungen, 5 Umwelteinsätze, 3 Nachforderungen der Drehleiter, 1 Feuerwehrsicherheitswachdienst sowie 2 Insekteneinsätze. Damit lag die Einsatzzahl erstmals seit dem Jahr 2010 bei unter 40 Stück.

Zu Einsätzen aufgrund von ausgelösten Brandmeldeanlagen mussten die Wehrleute insgesamt dreimal ausrücken. Einmal war eine Rauchentwicklung durch einen Produktionsprozess der Auslöser, zweimal ein Stromausfall bzw. eine Stromschwankung welche die Anlagen auf Störung gehen ließ. Im Rahmen der Überlandhilfe wurden die Kameradinnen und Kameraden insgesamt drei Mal nach Glatten alarmiert.

Einen besonderen Einsatz gab es am 2. Juli auf der Bundesstraße 500 Abzweigung Zuflucht zu. Ein mit Speißeresten beladener Tankwagen war auf Grund der sommerlich heißen Temperaturen zu warm geworden. Die Ladung fing an zu gären, sodass im Tankwagen ein großer Druck entstand. Die Domluke war bereits beschädigt, sodass das stinkende Material geysirartig in den Himmel geblasen wurde. Unter chemikalienbeständigen Schutzanzügen konnten die Einsatzkräfte durch Abpumpen der zähen Flüssigkeit sprichwörtlich den Druck aus dem Kessel nehmen. Dadurch wurde die Berst-Gefahr gebannt.

Des Weiteren fanden im Jahr 2019 insgesamt 42 Übungen statt. Szenarien dabei waren beispielsweise Brandbekämpfungen bei der Firma Merz, bei der Firma ARBURG, beim Autohaus Heinzmann in Wittendorf, in einem leerstehenden Wohnhaus im Schlagwald, sowie im Rahmen der Hauptübung bei einem Landwirtschaftlichen Objekt in Sterneck. Außerdem gab es eine Waldbrandübung am Kinzigsee.

Im Bereich der technischen Hilfeleistungen fanden 5 Übungen statt, beispielsweise ein Verkehrsunfall mit 2 Fahrzeugen im Heidebrünnle oder ein Unfall mit landwirtschaftlichen Maschinen im Schlagwald.

Zusätzlich fanden 11 Theorieabende, diverse Gemeinschaftsübungen mit der Feuerwehr Glatten und Dornhan sowie insgesamt 7 Übungen im Gefahrstoffzug, darunter auch die Verbundübung mit Horb und Freudenstadt statt. Außerdem gab es mehrere Übungen der Messgruppe sowie auch der Maschinisten.

Aber auch viele andere Aktivitäten fanden im Hintergrund statt. So wurden beispielsweise 451 Hydranten im Kernort über GPS in ein digitales System erfasst.

Die Mannschaftsstärke lag im Dezember 2019 bei 44 Feuerwehrangehörigen, davon drei Feuerwehrfrauen. Das Durchschnittsalter betrug dabei 36 Jahre.

Auch fanden in 2019 wieder zahlreiche Lehrgänge statt: Ein Kamerad absolvierte den Zugführerlehrgang in Bruchsal, zwei Kameraden den Lehrgang ABC-Einsatz auf der Landesfeuerwehrschule, zwei Kameraden den Maschinisten Lehrgang in Horb und sechs Kameraden den Lehrgang „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ ebenfalls in Horb. Zwei Kameraden nahmen am Grundausbildungslehrgang auf Kreisebene teil. Weitere vier Kameraden absolvierten den Truppführer-Lehrgang, ebenfalls auf Kreisebene. Ein Kamerad erlangte den Führerschein der Klasse C. Somit steht der Bevölkerung auch in 2020 eine gut ausgebildete Feuerwehr zu Verfügung.

Abschließend bedankte sich Marco Fischer bei der gesamten Mannschaft, die bei ca. 130 Events gefordert war. Gleichermaßen erfolgte Dank an die Gemeindeverwaltung sowie den Bauhof für die gute Zusammenarbeit.

Im nächsten Tagesordnungspunkt überbrachte Kommandant Jochen Link die Grüße der Loßburger Gesamtfeuerwehr. Er würdigte die stetige Einsatzbereitschaft, die sicherlich keine Selbstverständigkeit darstellt.

Die Abteilung Loßburg sei, wie das vergangene Jahr gezeigt hat, eine wichtige Stütze in der Gesamtwehr. Sie war bei fast jedem Einsatz mit gefordert.

Auch sehr positiv zeigte sich die Auswertung der Hilfsfristen. Bei allen zeitkritischen Ereignissen war die Feuerwehr innerhalb der dafür vorgeschriebenen Zeit mit Personal und Material an der Einsatzstelle.

Des Weiteren lobte Kommandant Link die umfangreiche Teilnahme an zahlreichen Ausbildungen und Lehrgängen. Dies sei keine Selbstverständlichkeit. Nur durch diese Bereitschaft der Feuerwehrleute konnte beispielsweise das Thema „einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ am Standort eingerichtet werden. Mit dem dazugehörigen Equipment können nun komplexere Einsätze in diesem Fachgebiet bewältigt werden.

Für den Bereich des Gefahrgut-Zugs ließ Jochen Link den Dank von Kreisbrandmeister Jahraus ausrichten. Einsätze in diesem Fachgebiet können sich oftmals zu einer sehr umfangreichen Lage entwickeln.

Abschließend wünschte er allen, dass sie wieder gesund von den Einsätzen nach Hause kommen mögen.

Im Bericht des Schriftführers ging Felix Seidel auf weitere Aktivitäten der Feuerwehrabteilung ein. Dabei nahm der Bereich Öffentlichkeitsarbeite wieder einen hohen Stellenwert ein. In gewohnter Weise wurde das Maibaumstellen, das Kinderferienprogramm und das Brandschutzwochenende gestaltet.

Zusätzlich beteiligte sich die Feuerwehr Loßburg erstmalig mit einem eigenen Stand und zwei Fahrzeugen bei der Gewerbeschau auf dem Rathausplatz. Interessierte Bürger konnten sich in der Bedienung eines Spreizers üben. Für die kleinen Gäste gab es einen Ausmaltisch mit Feuerwehrbildern.

Auch unterstütze eine kleine Delegation den Förderverein Loßburger Bäder bei der Ausrichtung des Events „Midnight Emotion“, indem für eine Wasserwand als Projektionsfläche gesorgt wurde.

Des Weiteren konnte Seidel berichten, dass sich die Homepage nach 2 Jahren der Neugestaltung positiv entwickelt hat. Ebenso sei die Resonanz auf die Facebook-Seite mit bis zu 7.300 erreichten Personen bei einem Artikel erfreulich hoch.

Es folgte der Bericht der Kassenwartin Jasmin Wendel. Von den Kassenprüfern Klaus Thal und Patrick Wolfer konnte tadellose Arbeit bescheinigt werden.

Daraufhin nahm Bürgermeister Christoph Enderle die Entlastung vor.

Anschließen führte er in seinem Grußwort aus, wie stolz er auf die hohe Beteiligung an den Leistungsabzeichen in der Vergangenheit sei und er sich freue, wenn auch weiterhin eine hohe Teilnahme dabei erfolgt.

Betreffend des Einbaus der Atemschutzwerkstatt nannte Herr Enderle, dass noch gewisse Installationen vorbereitet werden, bevor dann die schlussendliche Umsetzung erfolgen wird. Aufgrund von Krankheitsausfällen beim Hersteller ist leider mit einem leichten Verzug zu rechnen.

Des Weiteren dankte er den Feuerwehrleuten, die einen Doppeldienst leisten und damit auch andere Feuerwehren unterstützen. Gleichermaßen würdigte er die Tatkraft der Feuerwehrführung, die mittlerweile drei Jahre in ihrem Amt ist.

Auch eine Vorstellung der Gesamtwehr an den neuen Gemeinderat fand im vergangenen Jahr statt. Dadurch konnte sich ein Eindruck über die Strukturen und Notwendigkeiten von Einsatzmitteln gebildet werden.

Abschließend bedankte sich Bürgermeister Enderle sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement das ganze Jahr über.

Es folgte die Beförderung von Peter Lezius, der bereits in der Jugendfeuerwehr war, zum Feuerwehrmann.

2020 Abteilungsversammlung Loßburg

v.l.n.r.: Stellvertretender Abteilungskommandant Daniel Müssigmann, Abteilungskommandant Marco Fischer, Feuerwehrmann Peter Lezius, Stellvertretender Abteilungskommandant Marco Papenberg, Kommandant Jochen Link, Bürgermeister Christoph Enderle

 

Anschließend fand die Verabschiedung von Michael Heinzelmann aus der Feuerwehr statt. Nach genau 20 Jahren beendet er seinen aktiven Feuerwehrdienst.

Daraufhin beendete Abteilungskommandant Marco Fischer die Abteilungsversammlung.