Die Feuerwehr Abteilung Loßburg blickte bei ihrer Abteilungsversammlung am 08. Februar 2019 im Landhaus Hohenrodt auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück.
Abteilungskommandant Marco Fischer eröffnete die Versammlung und hieß alle Anwesenden herzlich Willkommen. Danach folgte sein Bericht über die verschiedensten Ereignisse des vergangenen Jahres:

Insgesamt wurde die Abteilung Loßburg zu 53 Einsätzen gerufen.

Diese untergliederten sich in 16 Brandeinsätze, 12 Hilfeleistungen, 12 Umwelteinsätze, eine Nachforderung Drehleiter, zwei Feuerwehrsicherheitswachdiensten sowie 10 Insekteneinsätze.
Der dabei mit Abstand zeitaufwändigste und belastendste Einsatz ereignete sich am 4. Juni 2018. Alarmiert wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte stellte sich jedoch heraus, dass sich ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem Reisebus und einem Transporter ereignet hatte. Insgesamt waren 47 Personen betroffen. Leider verstarb, trotz der vorbildlichen Zusammenarbeit aller Hilfskräfte, eine Person noch an der Unfallstelle.
Zu Einsätzen aufgrund von ausgelösten Brandmeldeanlagen kam es im vergangenen Jahr drei Mal. In zwei Fällen waren Rauchentwicklungen von Maschinen feststellbar. Nur einmal handelte es sich um einen Täuschungsalarm, was im Vergleich zu anderen Gemeinden einen sehr geringen Wert darstellt.
Zu Überlandhilfen wurden die Kameradinnen und Kameraden je einmal nach Glatten und Dornhan alarmiert.

Des Weiteren fanden im Jahr 2018 insgesamt 40 Übungen statt. Szenarien dabei waren beispielsweise Brandbekämpfungen unterschiedlichster Ausprägung im Hotel Hirsch, Mutter-Kind-Kurklinik, Kinderheim, im Bahntunnel, Tiefgaragenbrand im Rathaus und Verkehrsunfall in der Schömbergerstraße.
Zusätzlich fanden Gemeinschaftsübungen mit der Feuerwehr Glatten und Dornhan sowie insgesamt 5 Übungen im Gefahrstoffzug, darunter auch die Verbundübung mit Horb und Freudenstadt statt. Außerdem gab es zahlreiche Übungen der Messgruppe sowie der Maschinisten.

Sehr erfreulich ist es, dass eine Gruppe das Leistungsabzeichen in Bronze im September erfolgreich absolvierte. Somit verfügen aktuell 90% der Mannschaft über ein Leistungsabzeichen.

Die Mannschaftsstärke lag im Dezember 2018 bei 47 Feuerwehrangehörigen, davon drei Feuerwehrfrauen. Es konnten fünf neue Mitglieder gewonnen werden.

Auch fanden wieder zahlreiche Lehrgänge in 2018 statt: ein Kamerad absolvierte den Zugführerlehrgang in Bruchsal, drei Kameraden den Atemschutzgeräteträgerlehrgang in Sulz, zwei Kameraden den Maschinisten Lehrgang in Horb und zwei Kameraden den Lehrgang „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ ebenfalls in Horb. Eine Kameradin und ein Kamerad erlangten den Führerschein der Klasse C bzw. CE. Acht Kameraden haben eine Herstellerschulung der Firma Magirus zur Drehleiterbedienung erhalten.
Somit steht der Bevölkerung auch in 2019 eine gut ausgebildete Feuerwehr zu Verfügung.

Sehr erfreulich für die Feuerwehr`ler ist es auch, dass die Entschädigungssatzung zu Jahresbeginn 2019 überarbeitet worden ist und nun wieder dem Stand der Zeit entspricht.

Abschließend bedankte sich Marco Fischer bei der Mannschaft, die bei ca. 180 Events rund 5000 Stunden leistete. Gleichermaßen erfolgte Dank an die Gemeindeverwaltung sowie den Bauhof für die gute Zusammenarbeit.

Im nächsten Tagesordnungspunkt überbrachte Kommandant Jochen Link die Grüße aller Loßburger Feuerwehrabteilungen. Er würdigte die die stetige Einsatzbereitschaft sowie die umfangreichen Tätigkeiten, die von den Kameradinnen und Kameraden im vergangenen Jahr abgeleistet wurden.
Ebenso habe die Abteilung Loßburg mit 47 Personen den höchsten Personalstand seit Jahren. Erfreulicherweise konnten auch wieder junge Menschen für die Feuerwehr gewonnen werden. Gleichermaßen lobte er die Abteilungsführung, welche nun das erste Jahr gute Arbeit geleistet hat. Die Zusammenarbeit war stets hervorragend.
Betreffend den Einsatzzahlen kann mit 53 Stück auf ein durchschnittliches Jahr 2018 zurückgeblickt werden, so Link. Es ist glücklicherweise festzustellen, dass die großen Brandereignisse eher weniger werden. Zurückzuführen ist dies auch auf die Rauchmelderpflicht, die ein wesentlich früheres Eingreifen ermöglichen.
Auch lobte er die Durchführung des Leistungsabzeichens. Es sei toll, dass auch im neuen Jahr die Kameraden wieder an den Start gehen wollen.
Als nächstes kam Jochen Link auf die Aktualisierung der Alarm- und Ausrückeordnung zu sprechen. Diese wurde zum Jahreswechsel hin komplett überarbeitet und neuen Gegebenheiten angepasst.
Abschließend wünschte er allen, dass sie wieder gesund von den Einsätzen nach Hause kommen mögen.

Im Bericht des Schriftführers ging Felix Seidel auf weitere Aktivitäten der Feuerwehrabteilung ein. So fand beispielsweise eine Reorganisation der Fahrzeughalle statt. Vorbereitend für die neue Atemschutzwerkstatt wurden beispielsweise Wanddurchbrüche erstellt und Schwerlastregale aufgebaut. Dabei lag das Augenmerk stets auf der Zukunftsfähigkeit des Feuerwehrhauses. Die Mannschaft investierte hierfür rund 400 Stunden in unterschiedlichste Umbaumaßnahmen.
Ebenfalls wurde eine Renovierung des betagten Büros vorgenommen. Die neue Abteilungsführung bewies ihr handwerkliches Geschick und verpasste dem Raum einen neuen Anstrich. Daraufhin konnte eine zweckmäßige Neueinrichtung mit Büromöbeln erfolgen.
Als weiteres Projekt des vergangenen Jahres nannte Seidel die Implementierung des Einsatz-Informations-System. Es wertet die Informationen der Leitstelle aus und stellt diese, zusammen mit weiteren Parametern, auf zwei Bildschirmen dar. So können die Einsatzkräfte sich schon während des Ausrüstens im Feuerwehrhaus mit weiteren Details des Alarms vertraut machen.
Des Weiteren konnte auch über zahlreiche Tätigkeiten bei der Öffentlichkeitsarbeit berichtet werden. Darunter fanden sich beispielsweise die Rodelparty, das Maibaumstellen, Mitgestaltung des Kinderferienprogramms, das traditionelle Brandschutzwochenende und der Blaulichttag des Schulzentrums.
Im kameradschaftlichen Teil bildete der Ausflug einer Gruppe Feuerwehrleute zum „Oberland Trucker Treffen“ nach Bad Tölz den Höhepunkt. Mit dem historischen, frisch aufpolierten Schlauchwagen aus dem Jahr 1962 ging es auf die über 300km lange Stecke, um ihn dort gemeinsam mit den anderen, zahlreichen Trucks zu präsentieren.

Es folgte der Bericht der Kassenwartin Jasmin Wendel. Von den Kassenprüfern Klaus Thal und Patrick Wolfer, welche in der Versammlung erneut gewählt wurden, konnte tadellose Arbeit bescheinigt werden.
Daraufhin nahm Bürgermeister Christoph Enderle die Entlastung der Feuerwehrführung vor.
Anschließen führte er in seinem Grußwort aus, wie stolz der Gesamtkommandant und der ehemalige Abteilungskommandant auf die neue Abteilungsführung sein können. Die Feuertaufe wurde mit Bravur bestanden.
Gleichermaßen würdigte er die zahlreichen Tätigkeiten, welche die Mannschaft leistet. Daher sei es eine Selbstverständlichkeit zur Anerkennung, dass der Bürgermeister bei einer Leistungsabzeichen-Abnahme hinzukommt.
Als Anerkennung dieser hohen Zeitinvestition und Beteiligung an der Gesellschaft wurde nach vielen Jahren die Entschädigungssatzung nun angepasst, so Enderle.
Betreffend der Atemschutzwerkstatt nannte er, dass der Ausschreibungsprozess sehr komplex ist. Die Gemeinde sei hierbei aber aktiv, um eine baldmöglichste Umsetzung herbeizuführen. Auch weitere Instandsetzungsmaßnahmen am Feuerwehrhaus werden in 2019 angegangen. Parallel dazu findet auch die Fortschreibung des Feuerwehr-Bedarfsplans statt.
Auch kam Herr Enderle auf die Unterstützung der Gemeinde zum Erwerb des LKW-Führerscheins zu sprechen. Da dieser zwingend für die Feuerwehrfahrzeuge benötigt wird, ist es elementar, dass genügend Personen über diesen verfügen. Daher stellt die Gemeinde hierfür gerne finanzielle Mittel zur Verfügung.
Abschließend bedankte sich Bürgermeister Enderle sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement und wünschte der Versammlung noch einen guten Verlauf.

Es folgten zahlreiche Beförderungen.
Zur Hautfeuerwehrfrau/-mann wurden befördert: Anja Wendel, Vanessa Felkel, Rainer Greule, Alexander Gries und Felix Seidel.
Zum Oberlöschmeister befördert wurden Uli Schmidt und Jochen Widmaier.
Zum Hauptlöschmeister wurden befördert: Thomas Jäckle, Holger Walter und Bernd Biedermann.
Zum Brandmeister befördert wurden Daniel Müssigmann und Marco Papenberg.
Zum Oberbrandmeister befördert wurde Marco Fischer.
Zum Feuerwehrmann ernannt wurde Steven Wetzel.

Anschließend fand die Verabschiedung von Martin Völkle aus der Feuerwehr statt. Nach rund 25 Jahren beendet er auf eigenen Wunsch seinen aktiven Feuerwehrdienst.

Daraufhin beendete Abteilungskommandant Marco Fischer die Abteilungsversammlung.