Zur Abteilungsversammlung der Feuerwehr Abteilung Loßburg am 20. Februar im Bürgerhaus Loßburg, konnte die Abteilungskommandant Marco Papenberg zahlreiche Kameradinnen und Kameraden sowie Bürgermeister Christoph Enderle begrüßen. Aus den Berichten wurde deutlich: Das Jahr 2025 war arbeitsintensiv, fordernd und zugleich geprägt von großem Engagement und starkem Zusammenhalt.
Insgesamt wurde die Abteilung Loßburg im Jahr 2025 zu 40 Einsätzen alarmiert – drei mehr als im Vorjahr. Neben mehreren technischen Hilfeleistungen – insbesondere schweren Verkehrsunfällen – prägten vor allem größere Brandeinsätze das Einsatzgeschehen.

v.l.n.r.: Jeremias Lechner, Daniel Müssigmann, Florian Jäkle, Marco Papenberg, Manuel Morlock, Lukas Frank, Markus Ehrenberger, Andreas Eberhardt, Bürgermeister Christoph Enderle
Besonders herausfordernd waren zwei nahezu zeitgleich eingehende Großbrände im Oktober, die Mannschaft und Führungskräfte stark forderten. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit den weiteren Abteilungen der Gesamtwehr sowie mit Unterstützung der umliegenden Feuerwehren aus Freudenstadt, Dornhan, Dornstetten und Alpirsbach, konnten beide Einsatzlagen professionell und koordiniert abgearbeitet werden. Auch bei einem Dachstuhl- bzw. Gebäudebrand im Dezember zeigte sich die hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Wehr. Es wurde festgestellt, dass die Einsatzlagen nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in ihrer Intensität zunehmen.
Auch im Ausbildungsbereich war die Abteilung im Jahr 2025 stark engagiert. Zahlreiche Feuerwehrangehörige besuchten Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene, darunter Truppmannlehrgang, Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Motorsägenführer, Absturzsicherung, Truppführer sowie Seminare zur patientengerechten Unfallrettung.
Erfreulich ist außerdem, dass mehrere Kameraden zusätzliche Verantwortung übernahmen und sich als Ausbilder qualifizierten – unter anderem in der Truppmannausbildung und im Bereich Sprechfunk. Damit stärkt die Abteilung nachhaltig ihre eigene Ausbildungsstruktur.
Ein besonderes Highlight war die erfolgreiche Abnahme des Leistungsabzeichens in Gold. Eine Gruppe stellte sich erfolgreich der anspruchsvollen theoretischen Prüfung sowie den beiden praktischen Einsatzlagen. Bemerkenswert: Mit 65 Jahren war der älteste Teilnehmer in den Reihen der Loßburger Feuerwehr zu finden – ein beeindruckendes Zeichen für generationsübergreifendes Engagement.
Zum 31. Dezember 2025 zählt die Abteilung 52 aktive Kameradinnen und Kameraden. Zwei Neuzugänge stehen drei Abgängen gegenüber.
Wichtige Investitionen und technische Meilensteine
Ein wichtiger Punkt im Jahr 2025 war die Vergabe eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) als Ersatzbeschaffung für das in die Jahre gekommene LF 16. Nachdem bereits im Vorjahr die Förderzusage eingegangen war, konnte im Dezember 2025 der Auftrag erteilt werden. Die Auslieferung ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Einen weiteren Meilenstein stellte die Einführung des Digitalfunks bei den Feuerwehren im Landkreis Freudenstadt dar. Nach umfangreicher Planung, Ausschreibung und Einbauarbeiten wurden sämtliche Fahrzeuge sowie das Feuerwehrhaus mit der neuen Technik ausgestattet. In kurzer Zeit wurden über 160 Feuerwehrangehörige der Gesamtwehr geschult. Der Umstellungstermin Ende Dezember konnte erfolgreich umgesetzt werden. Erste Einsätze wurden bereits über den Digitalfunk abgewickelt.
Darüber hinaus laufen weitere Beschaffungsmaßnahmen, darunter die Ersatzbeschaffung eines Gerätewagens Gefahrgut des Landkreises, welcher in Loßburg stationiert ist.
Auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kameradschaft war die Abteilung sehr aktiv. Das traditionelle Brandschutzwochenende im Oktober lockte erneut zahlreiche Besucher an. Neben der Bewirtung wurde auch ein Hilfeleistungseinsatz zum Mitmachen angeboten, bei dem Bürgerinnen und Bürger selbst Rettungsgeräte ausprobieren konnten.
Weitere Aktivitäten waren das Maibaumstellen auf dem Rathausplatz, die Mitgestaltung des Kinderferienprogramms, der Blaulichttag am Schulzentrum sowie Besuche der Kindergärten.
Ein kameradschaftlicher Höhepunkt war der dreitägige Ausflug nach St. Johann. Auf dem Programm standen unter anderem eine Besichtigung des Flughafens Salzburg mit Einblick in die Flughafenfeuerwehr, ein Ausflug zum Königssee und der Jenneralm sowie der Besuch der Wild Brauerei in Grafing. Der Ausflug wird der Mannschaft in toller Erinnerung bleiben.
Die Kassiererin Jasmin Wendel berichtete von den Finanzen. Durch Veranstaltungen wie das Brandschutzwochenende, das Maibaumstellen und weitere Aktionen konnten Einnahmen für die Mannschaftskasse erzielt werden. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Führung, woraufhin die Entlastung einstimmig erfolgte.
Bürgermeister Christoph Enderle würdigte in seinem Grußwort die hohe Professionalität, die starke Einsatzbereitschaft und die enorme zeitliche Belastung der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen. Gerade bei parallelen Großschadenslagen habe sich die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr Loßburg eindrucksvoll gezeigt. Die Gemeinde werde auch künftig in Fahrzeuge, Ausrüstung und Sicherheit investieren.
Im Rahmen der Versammlung konnten mehrere Kameraden befördert werden. Florian Jäkle, Jeremias Lechner und Manuel Morlock wurden in den Dienstgrad „Oberfeuerwehrmann“ befördert. Markus Ehrenberger erhielt den Dienstgrad „Hauptlöschmeister“. Kommandant Eberhardt betonte, dass Beförderungen nicht nur die Dienstzeit, sondern auch absolvierte Lehrgänge widerspiegeln.
Zum Abschluss bedankte sich die Führung ausdrücklich bei allen Kameradinnen und Kameraden, den Funktionsträgern, Ausbildern, Gerätewarten, der Jugendfeuerwehr sowie bei der Gemeindeverwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit.
Mit dem Wunsch nach einem möglichst ruhigen und unfallfreien Jahr 2026 wurde die Versammlung in kameradschaftlicher Atmosphäre geschlossen.
