(H2) Überdruckbelüftung nach Stinkbombe

Einsatz
Technische Hilfeleistung
Einsatzort Details

Obere Schulstraße, Loßburg
Datum 07.11.2019
Alarmierungsart DME
eingesetzte Kräfte

FF Lossburg, Abt. Lossburg
Polizei
    DRK OV Lossburg
      DRK OV Wittendorf
        Rettungsdienst
          Fahrzeugaufgebot   Fl. Lossburg 1/11  Fl. Lossburg 1/44-1  Fl. Lossburg 1/33

          Einsatzbericht

          Einen eher ungewöhnlichen Einsatz gab es heute morgen für die Abteilung Loßburg abzuarbeiten. Kurz nach 10 Uhr alarmierte die Leitstelle in Freudenstadt zu einer Technischen Hilfeleistung in die Gesamtschule in Loßburg. Hier kam es, ausgelöst durch eine "Stinkbombe", zu einer massiven Geruchsbelästigung.

          Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte war die Räumung des betroffenen Gebäudes bereits in vollem Gange. Die Räumung lief vorbildlich ab und die Schüler wurden in der auf dem Gelände befindlichen Turn- und Festhalle durch die Lehrkräfte betreut.

          Bei dem freigesetzten Stoff handelte es sich unter anderem um Buttersäure, welche den üblen Geruch verursachte. Die Feuerwehr belüftete das Gebäude, auch mit Hilfe von Überdrucklüftern. Weiter wurden Messungen durchgeführt, welche aber alle negativ verliefen. Der WC-Bereich, in dem der Stoff freigesetzt wurde, wird durch eine Spezialfirma gereinigt.

          Im weiteren Verlauf des Einsatzes, klagten jedoch mehrere Schüler in der Turn- und Festhalle über Übelkeit und Unwohlsein. Vorsorglich wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Da nicht absehbar war, um wie viele Betroffene es sich handelt, wurde ein MANV 1 Alarm ausgelöst. Dieser Massenanfall an Verletzten in der Stufe 1 geht von fünf bis neun Verletzten Personen aus. Mehrere Rettungswagen, Notärzte und ehrenamtliche Ortsverbände des Roten Kreuzes machten sich auf den Weg nach Loßburg. Letztendlich wurden zwei Schüler vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert.

          Der unsachgemäße Umgang mit der "Stinkbombe" machte es der Polizei jedoch auch sehr einfach, die Täter waren nämlich nicht zu überriechen.