Wussten Sie, dass 80% der Brandtoten Opfer des Rauches und nicht des Feuers selbst werden? Der gefährliche Brandrauch wird vielerorts unterschätzt. Dabei überfällt er seine Opfer blitzschnell: einige Atemzüge führen in der Regel bereits zur Bewusstlosigkeit (und weiter in den Erstickungs- bzw Vergiftungstod).
3 gefährliche Irrtümer in Sachen Brandrauch:
1) Mir bleibt genug Zeit!
Falsch! Ein Rauchgasvergiftung kann bereits nach 2 Minuten tödlich sein!
2) Ich werde gewarnt
Falsch! Rauchgeruch weckt Sie nicht, wenn Sie schlafen, da Ihr Geruchssinn im Schlaf „abgeschaltet" ist!
3) Ich bin vorsichtig
Nicht alle Brände lassen sich durch Achtsamkeit vermeiden! Elektrobränden zB kann man nur sehr schwer vorbeugen.
Daher, lassen Sie sich von Rauchmeldern wecken, wenn Sie schlafen!!!
Optische Rauchmelder (siehe zur Funktionsweise unten) erkennen den Rauch frühzeitig und warnen durch einen lauten pulsierenden Ton. Zu diesem Zeitpunkt ist die Flucht noch möglich und ein größerer Brand mit verheerenden Folgen für Personen und Vermögen kann vermieden werden.
Funktionsweise von Rauchmeldern
Rauchmelder sind optisch unauffällige „untertassenförmige" Geräte, die nach dem Streulichtprinzip funktionieren. Das bedeutet, dass über ein fotooptisches Messverfahren mittels einer Lichtzelle die Konzentration der Rauchpartikel in der Luft gemessen werden. Bei Erreichen einer bestimmten Dichte wird der Alarm ausgelöst. Der dabei abgegebene Ton ist mit einer Lautstärke von in der Regel über 85 dB durch geschlossene Türen zu hören und ebenso geeignet, Sie zu wecken, wenn Sie schlafen.
Alle Heimrauchmelder werden mit Batterien betrieben und sind somit netzunabhängig, so dass der Schutz bei Stromausfall weiterhin gegeben ist!
Es besteht die Möglichkeit, Melder (über Kabel oder per Funk) miteinander zu verbinden, so dass bei einem Alarm alle Melder und/oder eine zentrale Meldestelle „mitalarmiert". Weiters gibt es Gesamtlösungen, die Rauchmelder, Wasserwächter, Diebstahlsicherungen etc zu einem „Warn-package" verbinden. Näheres zum umfassenden Schutzsicherheitssystem.
Wie viele Rauchmelder benötige ich?
Mindestschutz: pro Geschoss einen Melder im Flurbereich (in Schlafzimmernähe). Umfassender Maximalschutz: Zusätzlich in allen Räumen, außer Küche, Bad, WC.
Wo werden Rauchmelder installiert?
An der Zimmerdecke, da heißer Rauch nach oben steigt.
Da sich die Luft in den Zimmerecken nicht bewegt, sollten Rauchmelder in der Zimmermitte, jedenfalls jedoch mit einem Mindestabstand von 50 cm zu den Wänden, angebracht werden.
Wie werden Rauchmelder installiert?
Die Rauchmelder sind sehr einfach mittels der beiliegenden Schrauben an die Zimmerdecke zu montieren.
Wartung des Rauchmelders
Die Batterie muss durchschnittlich einmal im Jahr gewechselt werden. Die Rauchmelder verfügen über Batteriewarnung - wenn die Stärke der Batterie nachlässt, gibt der Rauchmelder ein Warnsignal in Form eines kurzen Tones von sich. Dieses Signal ist über einen Zeitraum von ca 30 Tagen hörbar, so dass auch nach Urlauben erkannt wird, ob die Batteriestärke in der Zwischenzeit gesunken ist.
Rauchmelder und Zigarettenrauch
Kein Problem! Bei normalem Konsum von Zigaretten wird der Rauchmelder in der Regel nicht ausgelöst, außer es wird von unmittelbarer Nähe Rauch auf das Gerät geblasen. Bei starkem Rauchen, zB auf Parties mit vielen Rauchern, kann es eventuell einmal zu einem Fehlalarm kommen; zwischenzeitliches Lüften beugt dem vor.